Abenteuer GR221

Im Februar bin ich allein den GR221 auf Mallorca gewandert und habe auf  Freundin Freiheit von unterwegs berichtet. Für den Blog habe ich nun meine Texte in Tagebuchform aufbereitet und mit zusätzlichen Informationen erweitert. 

Der GR221 wird auch „Trockenmauerweg“ oder auf spanisch „Ruta pedra en sec“ genannt. Er führt auf circa 140 Kilometern quer über die Tramuntana, das einzige Gebirge Mallorcas. Steile Anstiege bis auf über 1000 Meter, grandiose Ausblicke über das Meer und die Insel, sowie pittoreske Dörfer sorgen dafür, dass kein Tag wieder der andere ist. 

Auf dem Weg bin ich den Elementen begegnet und habe meine Grenzen ausgetest. Ganz unerwartet bin ich in mein bisher aufregendstes Wanderabenteuer gerutscht!

06.07.2018 – Palma, die Schöne

Abflug in Hamburg um 6:30 Uhr, Ankunft um kurz nach 9. Ein Tag, um die Hauptstadt Palma auf mich wirken zu lassen.

Hatte ich mir die Stadt so vorgestellt? Nein. Ist die Stadt voll mit betrunkenen Ballermann-Touristen? Weit davon entfernt. De facto treffe ich keinen einzigen von ihnen, stattdessen zeigt sich die Stadt elegant und weltmännisch. Immobilienmakler und High Society, Smoothies schlürfend in Clean Food Bistros. Palma wirkt an vielen Orten wie gemalt. Cremefarbene Fassaden, enge Kopfsteingassen. Palmen. Das azurblaue Meer.

Ich glaube, verstehe nun die Liebe, die so viele Menschen für diese Insel hegen.

Die Nacht verbringe ich heute im Hotel Fleming, einem günstigen Hostel in einem wunderbar restaurierten Altbau. Uneingeschränkt zu empfehlen! 

07.02.2018 – Nicht Schwindelfrei

Was sich die Autorin meines Reiseführers für den GR221 mit ihrer Beschreibung des Abschnitts („Erfordert weder Schwindelfreiheit noch Trittsicherheit“) wohl gedacht hat?

Ich bin scheinbar komplett unvorbereitet auf diese Herausforderung auf den GR221 gestartet – und wäre etwas oberhalb der Stelle auf dem Foto, vor einem hohen, glatten, den Weg versperrenden Felsen beinahe wieder umgedreht.

Hinzu kommt, dass heute quasi keine Beschilderung vorhanden ist und ich mir gar nicht so sicher bin, ob ich mich überhaupt noch auf dem Trail befinde… (Einen beachtenswerten Teil der Zeit des ersten Tages ist das auch nicht der Fall. ;))

Glücklicherweise treffe ich an direkt dieser Stelle auf den ersten und einzigen Mitwanderer des Tages: Phillip aus der Schweiz. Dieser erklimmt den Riesenbrocken vor mir heldenhaft und gibt grünes Licht, dass der Weg vor uns weiterführt. Was ich ohne ihn gemacht hätte? Ich habe keine Ahnung.

Nach dem Aufstieg zittern mir die Knie. Es ereilt mich eine Mischung aus Panik und Euphorie darüber, was ich geschafft habe. Der Weg führt weiter durch die hügelige Landschaft. Mittlerweile bei Temperaturen im einstelligen Bereich und stärker werdendem Regen.

Als ich schließlich im Refugio Ses Fontanelles ankomme, will ich nur noch ins Bett. Komplett durchnässt, genau wie meine Sachen im Rucksack, durchfroren und erledigt. Allerdings bewegen sich auch die Temperaturen im Refugio nahe dem Gefrierpunkt und es gibt kein warmes Wasser. Auch jede Tasse mit heißem Wasser lassen sich die privaten Betreiber königlich entlohnen und so wickle ich mich einfach mit allen Wolldecken ein, die ich finde. Und hoffe auf besseres Wetter am nächsten Tag.

Der erste Tag ist einer der Härtesten, sagt man… Bis hierher weiß ich allerdings noch nicht, was mich auf dem GR221 noch erwarten wird!

08.02.2018 – Höhenrausch

Der Weg heute verläuft ähnlich steil, doch ist er viel besser markiert. 

Das gibt mir eine Menge Sicherheit. Die stellenweise Todesangst vom Vortag geht langsam zurück. Ich muss sagen: Langsam komme ich auf den Geschmack. Immer her mit den Höhenmetern, GR221! Und höchstwahrscheinlich werde ich wohl auch doch nicht sterben. 

Übernachten werde ich heute im 3-Sterne Hotel Son Borguny. Es ist, trotz 75 Euro für die Nacht, die günstigste Möglichkeit. Allerdings kann ich mich über die heiße Badewanne und das warme Zimmer nach den letzten zwei Tagen auch nicht beschweren… Ein langes, heißes Bad und eine dicke, schwere Decke und ich fühle mich wie im Himmel!

09.02.2018 – Die Geister, die ich rief

Endlich, Sonne! Mallorca (und meine Laune) zeigen sich von ihrer besten Seite.

Nach einem kurzen, aber sonnigen Lauf von ins malerische Esporles komme ich in meiner gebuchten Unterkunft an, dem Refugi Son Trias. Hier, wie auch auf dem Weg werde ich heute auf keine Menschenseele treffen. Den Schlüssel hole ich mir nach einem kurzen Telefonat mit dem freundlichen Herbergsvater aus einem Versteck. Sogar einen Pelletofen gibt es, mit dem ich mich die Nacht über kuschlig warm halten kann. Ich genieße die Ruhe und Gemütlichkeit im behaglichen Refugio.

Bis die Nacht kommt…

Und mir plötzlich eine Mischung aus Blairwitch Szenen, Einbruchszenarios und Gedanken an freilaufende Mörder auf Mallorca in den Kopf schießen. Sogar eine etwas gruslig aussehende Puppe, die ich tagsüber fotografiert hatte und nun in meinen Fotos wieder entdecke, jagt mir plötzlich Angst ein. Ich überlege ernsthaft, ob sie einen Fluch auf mich geladen haben könnte, dadurch, weil ich sie fotografiert habe.

In meinem Wahn höre ich draußen allerlei Geräusche und als mein Freund mich gegen 10 Uhr anruft, kann ich nur im Flüsterton antworten, um nicht die Schurken, die sich natürlich GANZ SICHER zahlreich im Regen vor der Tür tummeln, auf mich aufmerksam zu machen.

Als ich dann schließlich doch in einen leichten Schlaf verfalle und es leise anfängt zu donnern, vermische ich im Halbschlaf Traum mit Realität und hätte, als ich langsam die Augen öffne, schwören können, lachende Kinder vorm Fenster weglaufen gesehen zu haben… Was natürlich direkt wieder in einer neuen Runde „bewegungsloses Starren auf dunkle Fensterscheibe“ resultiert. Was für eine Nacht!

11.02.2018 – Schnitzeljagd im Märchenwald

Kaum zu glauben aber wahr – sowohl der Fluch der Puppe, als auch die mallorquinischen Psychopathen haben mich in der Nacht verschont. 😉

Ich mache mich also langsam bereit, die nächste Herausforderung zu meistern: Trotz Regen loszuwandern… Ich fürchte also nicht nur Gebirge und dunkle Nächte – aus Zucker bin ich auch!

Kurze Zeit später zeigt sich jedoch die Sonne. Mallorca und der GR221 zeigen sich mir in ihrer ganzen, wunderschönen Pracht. Es fällt mir schwer, angemessene Worte für die wunderschöne und spektakuläre Landschaft zu finden, die einen auf dem GR221 auf Mallorca erwartet.

Man wandert von Steinmännchen zu Steinmännchen, in angenehmen Abständen von Wanderern zur besseren Orientierung am Weg aufgetürmt. Wie bei einer Schnitzeljagd. Durch verwunschenen Steinwald hin zu grandiosen Blicken über das Meer, die Insel und das Gebirge. Vorbei an Ruinen der alten Bauernhäuser und Schauplätzen vergangenen Lebens.

Übrigens laufen mir weit mehr freilebende Ziegen als Wanderer über den Weg! Ganze zwei Menschen habe ich die Woche insgesamt unterwegs getroffen.

Meine Etappe führt heute von Esporles nach Valldemossa, ins Apartmenthaus Can Home Rectoria. Valldemossa ist ein Ort, der so bezaubernd scheint, als würde er einem Märchen entstammen. Bei der Ankunft in die Stadt taucht der Sonnenuntergang die Dächer und umliegenden Berge in glühendes Rot.

Zu schön, um wahr zu sein.

12.02.2018 – Mallorca, wir müssen reden
Was ist aus meinem Frühlingstrip geworden?!?
Während unten im Tal beim Aufbruch nur wenige Schneeflöckchen zu sehen sind, wird es mit jedem Höhenmeter weißer – bis ich mich schließlich einer richtigen Winter-Wunderlandschaft wiederfinde. Grundsätzlich kann ich Schnee ja so gar nicht leiden… doch diesem Anblick kann selbst ich mich nicht entziehen.
Gott sei Dank ist der Weg – dank ein paar mutigen Pionieren vor mir, die ihre Spuren im Schnee hinterlassen haben – gut zu erkennen und verläuft relativ gefahrlos, solang man sich auf seine Schritte konzentriert.
Der Abstieg ist dann nochmal eine Herausforderung, knapp 700 Meter fast senkrecht eine Steilwand hinunter.

An alle die den GR221 noch vor sich haben: Keine Angst, das ist machbar! Einfach mit den Händen abstützen und nicht nach links über die Klippe schauen. 

Damit habe ich jetzt, nach sechs Tagen, wohl alle Temperaturzonen erlebt, die hier möglich sind. Von -3 bis 20 Grad ist bereits alles vertreten gewesen. Ich hoffe jedoch, dass es die nächsten Tage noch ein bisschen mehr zu den 20, als zu den Minusgraden tendieren wird!

Die Nacht verbringe ich im Refugi Can Boi – einer riesigen, vor Kurzem restaurierten Herberge mit modernen Vierbettzimmern. Beim Abendessen sollte man sich nicht scheuen, nach einem Nachschlag zu fragen, zumindest an diesem Abend sind die Portionen sehr sparsam ausgefallen. Es wurde auf Nachfrage jedoch gern Nachschlag gegeben.

13.02.2018 – Sonntag, Wandertag

Heute erwartet mich der bisher mit Abstand wärmste und angenehmste Tag. Der Frühling liegt in der Luft.

Bei strahlendem Sonnenschein geht es von Deiá nach Port de Soller. Die wohl perfekte Betätigung an diesem sonnigen Sonntag.

Das denken sich allerdings wohl auch die Horden von Tagesausflüglern, mit denen ich im Minutentakt ein „Hóla“, „Hello“, oder „Hallo“ austausche. Trotzdem eine Freude, wie angenehm sich Mallorca präsentiert, wenn das Wetter mitspielt!

Mein Ziel ist heute das Hostel Sóller. Es ist mit Abstand das schönste und luxuriöseste Hostel in dem ich je übernachtet habe – am liebsten wäre ich gleich mehrere Tage geblieben. Allein für dieses Hostel lohnt es sich, wiederzukommen und ich lege jedem an Herz, hier ein Bett zu buchen, der den GR221 wandern möchte.

12.02.2018  – Eiskalt

6 Stunden über 1000 Höhenmeter Wandern im Regen, Eisregen, Schneeregen… mit Wind von allen Seiten, Wasser von allen Seiten und Eis von allen Seiten. Das alles im dünnen Jäckchen und mit einem Rucksack, der immer schwerer wird, weil sich alles darin, inklusive dem Schlafsack, mit Wasser vollsaugt…

Lange bin ich, komplett unpassend gekleidet für dieses Wetter, nicht mehr so durchgefroren gewesen. Zwischendurch jogge ich, weil mir einfach so kalt ist und meine Hände so eingefroren sind, dass es unmöglich ist, überhaupt die Wasserflasche auf- und zu zu drehen.

Der rutschige Klettersteig im Regen kurz vorm Ziel und die vollkommen überfluteten Wanderwege, Eisbäche eher, sind dann auch noch so eine Sache. Mehrmals frage ich mich, wie sehr ich mich gerade in Gefahr bringe. Immerhin warten einige der steilsten Passagen des Weges und eine vollkommen rutschige Kletterpassage auf mich.

Will heißen: Ich bin komplett am Ende für heute…

Und war eigentlich heute morgen schon nicht fit und nicht sicher, ob ich nicht vielleicht krank werde, oder einfach erschöpft bin, nach 6 Tagen wandern ohne Pause. Hätte ich nur einen Ruhetag eingeplant! Leider war die Etappe auch nicht zu überspringen, weil sie mit der Nächsten zusammenhängt und ich alle Unterkünfte im Voraus gebucht habe.

Ich will nach Hause, zu meinem Freund, in eine heiße Badewanne und unter die Decke, am besten alles gleichzeitig! (Und weiß natürlich, dass morgen schon wieder alles ganz anders aussieht und ein wunderbarer, neuer Tag auf dem GR221 auf mich wartet.)

13.02.2018 – Mallorca im Tiefschnee

Nachdem ich gestern schwer zu kämpfen hatte, hat es sich heute so ergeben, wie es doch oft so typisch ist, fürs Wandern. Neuer Tag, neues Glück!

Die Sonne lacht – und meine Laune auch wieder.Der Tag beginnt sonnig und dadurch einigermaßen warm am einfachen, aber wohnlichen Refugi Tossals Verds. Die Beine schmerzen nicht mehr so. Die anklingende Erkältung hat sich verzogen und ich freue mich auf die heutige Etappe, die zu den absoluten Highlights ganz Mallorcas zählen soll.

Heute geht es über den Puig de Massanella, mit über 1300m einem der höchsten Gipfel der Tramuntana und dem höchsten Punkt des Weges.

Der Pfad dorthin soll laut meinem Reiseführer „alpinen Charakter“ besitzen. Steile Anstiege versprechen spektakuläre Ausblicke und einige herausfordernde Passagen.

Mittlerweile trifft man übrigens immer mal wieder auf bekannte Gesichter und der Weg ist einigermaßen ausgetreten, sodass man sich eigentlich nicht mehr verirren kann. Dass er auf dem Gipfel allerdings von bis zu hüfthohem Schnee verdeckt sein würde, damit hätte an diesem Morgen wohl niemand von uns gerechnet.

Ich mache mich also auf den Weg. Nach und nach öffnen sich mit dickem, weißem Puder überzogene Landschaft vor mir. Die Wegmarkierungen und Steinmännchen sind schon bald nicht mehr zu sehen, nur die Fußstapfen von meinen Mitwanderern, die alle leicht vor mir gestartet sind.

Als ich mich erstmal mit dem Gedanken abgefunden habe, dass meine Füße heute eh nicht trocken bleiben werden, macht das Ganze richtig Spaß. Ich bin nicht sicher, ob ich jemals so viel Schnee gesehen habe!

Immer weiter geht es bergauf, immer höher werden die Schneemassen. Endlich oben angekommen, öffnet sich ein spektakuläres Szenario vor mir. Die weiß in der Sonne glitzernden Gipfel vor dem Panorama des Mittelmeers und der sich am Horizont zeigenden, mallorquinischen Tiefebene: Unfassbar schön.

Beim Abstieg jedoch wirft mir der Berg alles entgegen, was er kann. Hier wird aus knietiefem plötzlich hüfthoher Schnee und ein mit Eiskristallen durchsetzter Wind schlägt mir entgegen, der mich fast von der steilen Felswand drückt.

Meine einzige Orientierung, die Fußstapfen eines Wanderers in einigem Abstand von mir, sind fast verweht und im Minutentakt schwerer zu sehen. Das ungenaue Handy GPS wird mich kaum vor Löchern unter dem Schnee bewahren und ich weiß, dass wenn ich diesen Bereich nicht rechtzeitig verlasse, ich nichts mehr habe, was mir noch den richtigen Weg zeigt.

Im Wettlauf gegen die Zeit versuche ich, halb gehend, halb rutschend, mit jedem neuen Schritt bis zum Oberschenkel versinkend, die Fußspuren vor mir nicht zu verlieren und die Gipfelzone zu verlassen.

An diesem Punkt wünsche ich mir wirklich sehr einen Wanderpartner gewünscht. Ich glaube nicht, dass das kein Szenario ist, in dem man ganz allein unterwegs sein sollte. Aber ich musste ja natürlich auch als letzte, nach allen anderen Wanderern starten… ich Langschläfer.

Bei so einer Geschichte darf das Happy End jedoch natürlich nicht fehlen! Den ganzen Tag hatte ich mich auf ein Etagenbett in einem kalten, spartanischen Schlafsaal des Klosters Lluc gefasst gemacht, in dem ich vor ein paar Wochen meine Übernachtung gebucht hatte. Als ich jedoch an der Rezeption stand und eine Schlüsselkarte in die Hand gedrückt bekam, dämmerte es mir so langsam… ich hatte ein Einzelzimmer gebucht! Mit warmer Heizung! MIT WARMER BADEWANNE!!! Ich konnte mein Glück kaum fassen und für diese Überraschung war ich zur Abwechslung mal mehr als froh über meine Vergesslichkeit.

Im Nachhinein bin ich froh und stolz, dass ich diese Etappe geschafft hab. Ich glaube, so erleben den GR221 die Wenigsten. Aber das war wirklich eine abenteuerliche Etappe und das Abenteuerlichste, was ich bisher auf meinen Wanderungen erlebt habe.

15.02.2018 – Ein Weg, der keiner ist

Zum letzten Wandertag meiner Reise gibt es nicht viel zu erzählen. Nach der grandiosen vorletzten Etappe und dem gebührenden Ende im Kloster Lluc folgten einfach noch eine, bzw. sogar zwei vollkommen irrelevante Etappen.

Ich weiß nicht genau, warum ich heute noch 25 Kilometer größtenteils auf Asphalt und direkt an der Landstraße gewandert bin. Einfach, um dann in einer Hafenstadt unterzukommen, die ausschließlich auf Tourismus ausgerichtet ist.

Für mich hätte der Weg mit der Übernachtung im Kloster sein gebührendes Ende gefunden. Gerade wenn ihr nicht die Zeit habt, den ganzen Weg zu gehen: Lieber die Etappen ab Port Andratx laufen, als später zu starten und in Port de Polença zu enden.

Nichtsdestotrotz: Ich hatte einen schönen Tag und bin traurig, dass es schon wieder vorbei ist. Nie hätte ich damit gerechnet, dass dieser Weg solch ein Abenteuer werden würde. Eigentlich hatten auf meinem Zettel nur ein „langer Spaziergang und eine Wagenladung Sonne“ gestanden.

Anders ist’s gekommen, und vielleicht war es gerade deshalb wieder perfekt und ich möchte nichts auf der Reise missen. (Obwohl, auf den Eisregen am Stausee hätte ich wirklich verzichten können. ;))

Manchmal überlege ich: Am Liebsten würde ich nichts anderes tun. Sponsoren suchen und zu Fuß die Welt erkunden.

Aber dann denke ich daran, dass ich mittlerweile auch außerhalb des Wanderns mittlerweile auf einem guten Pfad bin. Diejenigen von euch, die schon lange mitlesen wissen, wie steinig Weg bis zu diesem Punkt war.

Mit der Selbstständigkeit als Freundin Farbe Tätowierungen (ab Montag wieder in alter Frische in Hamburg anzutreffen) habe ich einen Beruf gefunden, von dem ich die längste Zeit meines Lebens nicht mal zu träumen gewagt hätte. Das Tätowieren macht mich, genau wie das Wandern, glücklich.

Ich bin froh, dass das Wandern etwas ist, zu dem ich immer wieder zurück kommen kann, das mich begleitet, formt und mir Stärke gibt. Dazu beschert es mir Erlebnisse, die zu den besten meines Lebens gehören.

16.02.2018 – der Tag vor dem Abflug

… Und da gab es vor dem Abflug doch noch einen richtigen Sommertag am Mittelmeer mit allem Drum und Dran.

Ich hab‘s ja verstanden Mallorca, dieses Ding mit der Sonne kannst du auch! Aber dass ich wiederkommen werde, das stand doch auch so schon fest. 😉

Danke für’s Lesen und digitale Begleiten! In den nächsten Wochen werden noch einige informative Artikel zum GR221 folgen – solltest du bestimmte Fragen oder Wünsche haben, schreib sie mir gern in die Kommentare!

Übrigens: Für genauere Infos habe ich hier einen Artikel mit meinem geballten Wissen zum GR221 verfasst!

12 Comments

  1. Du kannst sehr stolz auf dich sein, was du geleistet hast! So sehen die wenigsten Mallorca.
    Ich freue mich schon auf meine Wanderung auf dem GR221. Im Mai geht’s los. Ich denke, dass ich ohne Schnee durchkomme 😅
    Liebe Grüße
    Rina

    • Daniela Reply

      Danke dir! 🙂
      Das wird wunderbar, da bin ich mir ganz sicher! Und nach dem Schreiben zieht es mich auch schon wieder so sehr in den Süden… ich glaube, ich muss mal nach Flügen schauen 😀

  2. Ein toller Beitrag, der mich sehr an meine Wanderung auf dem GR221 im April 2017 erinnert hat. Damals hatten wir zum Glück besseres Wetter… 😀 allerdings gab es in dem einen Refugio auch so wenig essen, wie du es beschrieben hast. Da hatten alle nach einem anstrengenden Wandertag lange Gesichter.
    Nur das Hostel Fleming kann ich nicht gefallen. Ich habe es dort als sehr dreckig empfunden, vor allem der Hinterhof geht gar nicht. Schade eigentlich, denn es ist ja mit viel Liebe eingerichtet.

    Viele liebe Grüße,
    Lynn

    • Daniela Reply

      Ach, dann war das also keine Ausnahme 😀 Ich war an dem Abend froh, noch eine Schokolade im Gepäck gehabt zu haben…

      Vielleicht liegt es daran, dass ich in der Nebensaison im Hostel war… mir kam es eigentlich sauber vor. und ich glaube, dass im Hinterhof jetzt eine kleine Terrasse eingerichtet ist… oder war es eine Dachterrasse? Ich war beim Regen abends nicht länger draußen, als notwendig 😀

  3. Dani,
    einfach toll geschrieben und „komponiert“ – mit Bildern, Worten, Hervorhebungen. Was ein Abenteuer. Ich fühl mich ein bisschen, als wäre ich dabei gewesen.
    Alles Liebe,
    Christoph

    • Daniela Reply

      Danke dir, lieber Christoph!! Ich bin auch froh, die Berichte einfach auch für mich selber so zu bewahren und am Ende der Reise ein rundes Ganzes zu haben. Ich hatte mich auf der Reise schon dazu entschieden und habe daher bewusst jeden Tag ausführlichere Texte auf Facebook gepostet, die ich jetzt „nur“ noch einsammeln musste. 🙂
      Ich freu mich richtig, dass ich es jetzt so handhabe und fiebere schon der nächsten Wanderung entgegen!

      Alles Liebe, Dani

  4. Ich schließe mich Christoph an – als wäre man dabei gewesen! 😀 Ich war vor zwei Jahren selbst auf Mallorca und bin einige Teilabschnitte des GR221 bei Rundwanderungen gegangen. Da erschien er mir als ganz human und gut ausgeschildert, aber offenbar ist das längst nicht überall so. Wenn du mal ein spannendes und abwechslungsreiches (fern-)Wanderabenteuer in Deutschland suchen solltes, kann ich den Rheinsteig im Oberen Mittelrheintal wärmstens empfehlen (Koblenz bis Kaub) – wunderschön und recht sportlich 🙂
    Viele Grüße
    Ingmar

    • Daniela Reply

      Hey Ingmar, danke!:)

      Ja das stimmt. Bis auf ein paar knifflige stellen denke ich auch, dass man ihn schaffen kann. In der Sonne hätte wahrscheinlich auch alles halb so wild ausgesehen 🙂

      Danke für den Tip! Ich würde unheimlich gern mal wieder in Deitschland unterwegs sein. Derzeit plane ich eine Wanderreise für Mai, habe da jedoch gerade den Corfu Trail näher ins Auge gefasst.

      Liebe Grüße
      Dani

  5. Vielen Dank für deinen schönen Bericht und die Fotos!
    Wir gehen den Weg Mitte Mai, weil wir heuer ned so viel Urlaub haben und nur für was Kleines Zeit haben!

    Als nächste Stufe darf ich dir den GR20 auf Korsika empfehlen, alpiner, länger und österreichisch gesagt „zacher“☺

    Ich empfehle dir aber alles im Zelt zu machen, da bist du autonomer und musst nix reservieren und bist vor den Massen in den refuges geschützt☺

    LG aus Salzburg
    Steffi

    • Daniela Reply

      Hey Steffi,

      Korsika hatte ich für dieses Jahr auf dem Plan, im Endeffekt ist die Wahl jedoch auf eine andere Insel im Mittelmeer gefallen, da ich schon im Mai unterwegs sein werde und das für den GR20 ja etwas früh zu sein scheint… ich werde in Kürze dazu berichten 🙂 Und das Zelt kommt diesmal auch mit.

      Viel Spaß euch auf dem GR221 im MAi! 🙂

      Liebe Grüße
      Dani

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