Achtung: Dieser Artikel erschien zuerst am – 26. März 2016 – auf meinem zu dieser Zeit noch „ichbindani“ genannten Blog, gemeinsam mit dem Neuanfang in ein neues Leben.
Seitdem hat sich so ziemlich alles verändert. Viele Dinge, die mir damals noch als kühner Traum in weiter Ferne schienen, sind heutzutage so gut wie erreicht. Das Tal, in dem ich mich damals befunden habe ist überwunden, in kleinen Schritten, einem nach dem Anderen. 😉
Ich habe die ursprünglichen Artikel von ichbindani noch mal hier auf Freundin.freiheit kopiert, der Nostalgie wegen, und um zu zeigen, welch harten Weg man manchmal gehen muss, um seine Träume zu erreichen. 
Aber genug der langen Rede, los geht’s, viel Spaß! 😉

Back on the track

Hello. Ich bin’s mal wieder! 😉

Straight to the topic of the heutigen Post, ich hab ja schon länger nichts mehr geschrieben, was zum Einen daran lag dass ich mich die letzten Wochen wieder in die gute alte Routine aus Arbeit, Schlafen und Sport begeben habe und daher gar nicht wirklich zum Zeichnen gekommen bin, zum Anderen genau das mir zu schaffen gemacht hat…was ist denn nur aus meinem Plan das Tätowieren zu lernen geworden, wieso komm ich so gar nicht vorwärts?

2015-12-23 23.16.19.jpgIch schreibe es ungern, aber die letzten Wochen haben sich Zweifel eingeschlichen. Kann ich überhaupt schaffen was ich mir vorgenommen habe, bin ich gut genug, finde ich Jemanden der mich ausbildet?

Aber auch bezüglich meiner Motivation…bin ich überhaupt dazu geeignet von meiner Kreativität zu leben? Die Unsicherheit der Selbstständigkeit zu ertragen, zu wissen, sollten mir irgendwann die Ideen ausgehen oder sich mein Augenlicht verabschieden, gingen die Einnahmen gegen Null? Die letzten -mittlerweile sind es Monate- in der Gastro mit ständig wechselnden Dienstplänen und Arbeitsumfängen waren schon nervenaufreibend für mich, ständig habe ich befürchtet, dass das Geld im nächsten Monat nicht reichen könnte…

Dazu Zweifel, ob das ganze nicht eine vorschnelle Idee war. Will ich überhaupt meine gezeichneten Bilder auf Haut bringen, bzw. Sachen stechen auf die ich eigentlich gar keine Lust habe nur um über die Runden zu kommen (was zur Hölle soll dieser beknackte „Der nachdenkliche Seemann“-Trend!? Oder „Frau mit Schiff auf dem Kopf“?! Leute, das sieht scheiße aus)?

Und dann kam noch eine Sache dazu, die mich, je länger die Situation unverändert war, richtig fertig gemacht hat. Wie in aller Welt könnte ich vor mir und anderen zugeben, mich eventuell doch geirrt zu haben? Ich meine, ich habe meinen Job gekündigt, die Stadt gewechselt… allen von meinen Plänen erzählt…jetzt einen Rückzieher zu machen wäre das ultimative Scheitern. Oder?

Und das Ganze nach einer Trennung, die mich komplett aus der Bahn geworfen und an meinem Selbstverständnis gefressen hat. Jedes Mal wenn ich überlegt habe wieder in den alten Job zurück zu gehen oder ein Studium abzuschließen, hatte ich das Gesicht meines Exfreundes vor dem inneren Auge, mir sagend „Ha, Du schaffst nicht Deinen Weg zu gehen, du bist feige, habs doch gewusst, ich bin enttäuscht“.

Davon abgesehen dass dieser fettleibige Suppenkasper der letzte ist der irgendjemanden beurteilen könnte oder dürfte, war dieser Zustand allgemein natürlich nicht besonders förderlich. Hin und wieder ging’s mir richtig beschissen, sodass ich gern komplett alles hingeschmissen hätte.

Ich habe im Moment schwer mit mir zu kämpfen, dabei weiß ich ja eigentlich dass das Quatsch ist. Fehler gehören zum Leben dazu wie die Suppe zum Kasper, und Entscheidungen treffen und revidieren zu können machen Mut aus.

Nichtsdestotrotz liegt der Plan noch nicht ad acta, aber ich habe das Gefühl im Moment auch noch an ein paar anderen Dingen arbeiten zu müssen, bevor es beruflich weitergeht. Davon abgesehen kann ich von meinem Job als Barista gerade leben und er macht mir Spaß. Ich will anfangen, mich nicht mehr nur über Leistung zu definieren. Weiter realisieren, dass das Leben nicht nur aus Karriere besteht. Dass es so große andere Dinge in meinem Leben gibt die mich erfüllen, jemanden zu lieben, Sport zu machen, zu reisen, die Zeit zu genießen, welche ja nun mal leider nur begrenzt ist…

Aber keine Dani ohne Herausforderungen 😉

Am 17. April wird sich herausstellen, ob die bisher ca. 300 Laufkilometer Training dieses Jahr gereicht haben, beim Hamburg Marathon werden die (hoffentlich weniger als 6,5) Stunden der Wahrheit schlagen 🙂 Die längste Strecke die ich jemals gelaufen bin und die Erfüllung eines weiteren Lebenstraums.

Endlich den letzten Platz bei einer großen Laufveranstaltung zu ergattern 😉

Aber damit nicht genug: Am 14. Juni geht es auf große Reise! Ich werde den Jakobsweg laufen, einmal quer durch Spanien, auf meinen eigenen Füßen, vegan sowieso, allerdings mit einer kleinen Besonderheit! Ich werde das Ganze größtenteils ohne Geld gehen, wieso und wie ich mir das genau vorstelle, schreibe ich im nächsten Post. Das ganze ist ein großes Experiment nicht ohne Risiko, definitiv wird es ganz großes Kino!

Tja jetzt ist es raus, bezüglich der Tätowierkarriere befinde ich mich derzeit definitiv ganz schön neben er Spur. Aber es stehen so viele große, spannende Dinge an, dass ich den Blog weiterfüllen möchte, mit Reiseberichten, den Vorbereitungen für und Erlebnissen vom Jakobsweg, Sport, Erlebnissen, Zeichnungen, persönlichen Themen- der Weg geht definitiv noch weiter.

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