[Edit: Dieser Beitrag erschien ursprünglich im September 2016 auf meinem Vorgängerblog. Nun hat auch er endlich sein neues Plätzchen auf freundinfreiheit gefunden! :)]

Los geht’s! Meine erste Etappe führte mich von meiner Haustür durch Wilhelmsburg, den Hamburger Hafen und Blankenese, bis zum Elbecampingplatz kurz hinter der Stadtgrenze.

Aller Anfang ist schwer.

Mein Start auf den Jakobsweg letzten Sommer in Spanien war alles andere als leicht.

Heiß, anstrengend, der Rucksack schwer… den ersten Tag hatte größtenteils damit verbracht, mich zu fragen, was ich mir hier eigentlich antue. Mit meinem Start auf meine 5-tägige Wanderung auf der Via Baltica habe ich mich heute lebhaft an dieses Gefühl zurück erinnert! 😉

Übernächtigt von den letzten Tagen wachte ich mit Kopfschmerzen und Augenringen auf, packte meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg.

Vielleicht sollte ich dieses Last-Minute-Packkonzept mal überdenken, denn gleich auf den ersten Kilometern fiel mir auf was ich alles vergessen hatte… neben Ohropax auch mein komplettes Essgeschirr, Sonnencreme und Sonnenbrille. Aber immerhin: weniger Dinge die ich verlieren kann! 😉

Nichtsdestotrotz: die Strecke heute war spektakulär. In Wanderausstattung nimmt man den Weg auch gleich ganz anders wahr, plötzlich fallen einem viele Dinge auf die man sonst so nicht sieht… Hamburg hat so unfassbar viele Highlights zu bieten!

Die Via Baltica In Bildern: Teil eins 

Da ich direkt von meiner Haustür aus gestartet bin, hier ein paar Impressionen aus Wilhelmsburg:

Und dem wunderschönen Hamburger Hafen: 

Blankenese: Highlight des Tages!

Blankenese ist ein alteingesessener Hamburger Stadtteil, der direkt am Elbufer gelegen ist.

Ich liebe sie einfach, diese kleinen, verschachtelten, alten Seefahrerhäuschen die wirken wie zusammengewürfelt. Verbunden von schmalen, verwinkelten Gässchen und Treppen, die immer wieder den Blick auf die Elbe und die vorbeischippernden Kutter freigeben.

Einer meiner Hamburger Lieblingsorte!

Wegweiser und Pilger-Übernachtungen

Den ersten Jakobsweg-Muschelwegweiser konnte ich am Museumshafen Ovelgönne entdecken. Bis Blankenese war die Beschilderung rar, der Weg jedoch auch nicht schwer zu finden, schließlich ging es immer geradewegs entlang der Elbe. Ab Blankenese wurden es dann jedoch immer mehr Aufkleber und gelbe Pfeile! Verrückt, da gibt es den Jakobsweg wirklich quasi direkt vor der Haustür… 😉

Nicht ganz so einfach gestaltet es sich mit den Übernachtungen. Seit Mittwoch habe ich sooft versucht ich die katholische Schwesterngemeinschaft in Harsefeld zu erreichen, dass ich mich langsam fühle wie ein Stalker – Schwester Stefanie, ich will Euch nichts böses, nur Übernachten! 😀 Gegen Abend entschied ich mich dann dafür, in den sauren Apfel zu beißen und die nächst teurere Pension für Samstag zu reservieren… die dann auch bereits ausgebucht war.

Diese Nacht sollte es dafür umso unkomplizierter sein: Ich übernachtete im Elbecamp in einem Leihzelt direkt am Wasser, aus meinem Schlafsack lauschte ich den Schiffen und den Wellen… und dem Regen, der leise aufs Zeltdach fällt. 

Zusammenfassung

  • Entfernung: ca. 21 km
  • Kosten für Übernachtung: 14,20 EUR inkl. Leihzelt
  • Verpflegung: für Tagsüber hatte ich Fruchtriegel dabei, in Hamburg bekommt man jedoch auch easy Veganes an jeder Ecke. Abends gönnte ich mir für sehr angemessene 8 EUR je eine riesengroße Portion Pommes und Salat im Camp-Restaurant

Nicht vergessen: auf der Reise begleitet mich diese Karte, die ich wieder für einen guten Zweck versteigere. 50 % des Erlöses gehen an den Lebenshof Land der Tiere! Möchtest Du mitbieten, poste Deinen Betrag einfach in die Kommentare dieses Artikels. [Edit: Aktion beendet]

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

(Und hier geht es zu Folge Zwei meiner Beschreibung der Via Baltica in Bildern: Blankenese – Wedel!)