Endlich ist es soweit, der Start der Reise ist gekommen! Dieser Blog wird die nächsten Wochen mein kleines Tagebuch sein, Du wirst mich also hautnah auf meiner Wanderung begleiten. 

Heute geht es mir ehrlich gesagt so richtig übel, weniger wegen der Aufregung, sondern aufgrund von zwei bis fünf Sangria zu viel gestern Abend…verkatert fliegen – schlecht! Verkatert busfahren – doppelt schlecht!!! Trotzdem ein richtig komisches Gefühl nun tatsächlich in meinen Camino zu starten…ein Mix aus Freude, Zuversicht, Aufregung, Angst, Traurigkeit über den Abschied vom Freund für die nächsten Wochen.

Ehrlich gesagt mache ich mir bis jetzt gar keine Gedanken über das tägliche Laufprogramm von ca. 20 km pro Tag, dafür dreht sich alles in meinem Kopf umso mehr um das Zeichenvorhaben, in welches ich die letzten Wochen bei der Vorbereitung der Danikarten unglaublich viel Zeit, Herzblut und Vorbereitung gesteckt habe.

Es kommt mir alles ziemlich unwirklich vor. Das ganze am Schreibtisch vorzubereiten und im Bett zu liegen und zu zeichnen (da bin ich einfach am produktivsten, hehe) ist die eine Sache, es dann tatsächlich umzusetzen nochmal eine ganz andere.

Dazu weiß ich noch nicht, ob ich nicht vielleicht überschätzt habe, zu viel vorgenommen…ob ich nach dem täglichen Laufpensum mit 12 Kilogram auf dem Rücken noch in der Lage sein werde, überhaupt irgendetwas Kreatives zu Papier zu bringen. Doch mein Herz schlägt fürs Zeichnen und das Privileg, mich sieben Wochen neben dem Laufen voll und ganz darauf konzentrieren zu dürfen ist riesengroß.

Ich weiß nach vielen beruflichen und privaten Anläufen in meinem Leben eins: ich 
möchte meine Lebenszeit nutzen für Dinge die ich wirklich tun möchte und ich möchte irgendwann wirklich glücklich sein.

Übrigens sitze ich gerade nach ca. 14 Std Tortur endlich am Ziel meines heutigen Tages, dem Aloha Hostel in Pamplona! 15 Euro kostet die Nacht über Booking, vor Ort wirds teurer wie ich gesehen habe…aber es ist alles da was man braucht, dazu ist das Frühstück inbegriffen, es gibt eine pornöse Terrasse und vor Allem- ein bequemes, weiches Bett!!! Die Reise war echt eine Qual durch den Kater von gestern…

Dazu hab ich erst gestern Nacht NACH der Abschiedsfeier meine Klamotten rausgepackt und den Rucksack final eingeräumt, was dafür gesorgt hat dass ich heut morgen mein zweites Paar Wandersocken nicht finden konnte und tatsächlich vergessen hab meine Zahnbürste einzupacken… Ob der Weg mich wohl ein bisschen Selbstorganisiation lehren wird? Ich fürchte nein 🤓

Die Buchung nach Pamplona

Eigentlich war der Plan mit Ryanair nach Madrid zu fliegen und von dort 1,5 Std später mit dem Zug nach Pamplona zu fahren, so wäre ich nur auf 80 Euro Reisekosten statt über mindestens 120 Euro für einen direkten Flug nach Pamplona gekommen. Aber ehrlich gesagt: manchmal spart man am falschen Ende! Der Flug (eher eine fliegende Sardinenbüchse) war verspätet, sodass ich mir im Endeffekt vor Ort ein Busticket holen musste, dafür erstmal quer durch die Stadt fahren, dann nochmal 5 Std im Bus sitzen…für ungefähr jetzt im Endeffekt 5 Euro Ersparnis. Hinterher ist man schlauer 😉

Soweit so gut zum Tag null. Buenos noches, amigos 🙂

Dani

 

Anmerkung: Dieser Artikel erschien ursprünglich auf dem Vorgängerblog „ichbindan.com“ am 14. Juni 2016.