Alles begann auf ichbindani.com.

So hieß der erste Blog, den ich gestartet habe, auf diesem teilte ich meinen Weg vom Neustart bei Null bis zur Umsetzung meines Traums  vom Tätowieren, meine Gedanken, die Hürden und Erfolge. 

Nach einigen Monaten in der neuen Stadt – mit dem Neustart einher ging auch der Umzug von Berlin nach Hamburg – kam mir eine Idee: warum nicht den Jakobsweg, den Du vor einem Jahr mit dem Exfreund begonnen hattest, diesen Sommer allein beenden. Die Trennung musste verarbeitet werden und ich wollte Selbstbewusstsein sammeln, das ich dringend benötigte ,um an mich und meine Fähigkeiten als Zeichnerin zu glauben. 

In diesem Zug entstand auch die Idee, auf der Reise eine Spendenaktion zu initiieren, in Form von auf dem Weg selbstgemalten und an Follower gegen Spende verschickte Karten. Die Erlöse (mehr als 400 Euro) gingen an einen Tierrettungshof namens „Land der Tiere“

Ich habe meine alten ichbindani-Artikel auf Freundin.freiheit übertragen um zu zeigen wie alles begann.

Im Mai 2016, als dieser Artikel das erste Mal online ging, befand ich mich gerade in der Hochphase der Vorbereitungen zum Start wenige Wochen später, tatgsüber und Abends arbeitete ich Extraschichten im Cafe um Geld und Überstunden anzusammeln, Nachts und an „freien“ Tagen zeichnete ich Kartenentwürfe. (Ich kann mich noch erinnern, wie große Angst ich hatte, dass alles aus Gedlgründen ins Wasser fallen würde, oder auch einfach niemand bei der Spendenaktion mitmachen würde, was mir wahrscheinlich das Herz gebrochen hätte. Dass die Aktion schon nach zwei Wochen so erfolgreich sein würde, dass ich Monate hätte zeichnen können, konnte ich ja noch nicht ahnen. 😉 )

Aber genug der Worte, viel Spaß beim Artikel!

Jakobsweg und Postkartenaktion- Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!

Protoyp Nr. 2 ist fertig. Immer dem gelben Pfeil folgen! 🙂 (Gelbe Pfeile weisen, sowie auch kleine symbolisierte Jakobsmuscheln, den Weg nach Santiago auf den ausgeschriebenen Pilgerwegen.)

So langsam geht es ans Eingemachte. Der grobe Plan steht, nun geht es um die Details…und langsam kommen immer mehr Fragen auf:

Wie mache ich die Leute vor Ort überhaupt auf mein Vorhaben aufmerksam? (Edit Freundin.freiheit: Im Endeffekt gar nicht, ich verkaufte fast alle Karten über das Internet und die sozialen Netzwerke, vor Ort habe ich dann doch eher wenigen Menschen von meinem Blog und dem guten Zweck erzählt, für den ich zeichne. Meistens bekam ich eher schräge Blicke zugeworfen wegen dem vielen Extragewicht in Form von Stiften und Papier, das ich mit mir trug, oder die Leute fürchteten, ich wolle ihnen etwas „andrehen“. Dass ich wirklich für jede einzelne Karte ein eigenes Motiv entwarf und in vielen, vielen Abendstunden auf dem Jakobsweg zeichnete, und dazu die Erlöse an einen Tierrettungshof gingen- naja. Aber Geld für billige Souvenirs in Massenwarequalität hatten sie alle. ;))

Setze ich einen bestimmten Preis an oder gehe ich komplett nach dem Spendenprinzip, auch auf die Gefahr hin, dass vielleicht jeder nur zwei Euro gibt und ich im Endeffekt für Porto und Material noch draufzahle? (Edit: Im Endeffekt entschied ich mich, jede Karte, in der durchschnittlich fünf Stunden Arbeit steckten, oft auch viel viel mehr, komplett gegen eine Spende und ohne Mindestpreis abzugeben. Das unglaublich tolle: Im Endeffekt gaben die Menschen im Durchschnitt genau das, was ich als „fair“ angesehen wäre, hätte ich selber einen Preis ansetzen müssen!)

Schaffe ich überhaupt, jeden Tag 15-30km zu wandern und dazu noch zu malen? (Edit: JA, das ging. Obwohl ich an manchen Tagen, nach acht Stunden und knapp 30 Kilometern wandern nur noch Eins gewollt hatte: Schlafen. ;))

Wie schütze ich die Zeichensachen sicher vor Regen, was ist, wenn ich krank werde, woher bekomme ich Hüllen für die Karten, sollte ich mir einen Patch für den Rucksack o.ä. zur besseren Erkennung anfertigen lassen? (Edit: wasserdichte Beutel, ich wurde nicht wirklich krank, einen Patch gab es nicht, die Spendenaktion lief im Endeffekt wie gesagt größtenteils online ab.

Dazu benötige ich noch eine Auslandskrankenversicherung, muss mein Zimmer räumen (ich gebe mein Zimmer zum Juni komplett auf und werde mir was Neues suchen wenn ich wieder zurück in Hamburg bin), bin immer noch dabei Überstunden zu sammeln…und muss auch schneller werden beim Zeichnen, in die ersten beiden Karten habe ich effektiv je sechs Stunden Arbeit gesteckt…

Viele Dinge werden sich erst auf dem Weg zeigen, ich muss einfach weiter vorbereiten und das Vertrauen behalten dass die Dinge sich schon fügen werden!

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