Tagebuch Português Kapitel 3: Warum ich beim Pilgern meine Prinzipien verriet

Im dritten Kapitel geht es heute um einen überfüllten Jakobsweg und die Frage: Benötigt das Pilgern Prinzipien? Dazu passend werden die Etappen Lavra – Barcelinhos – Balugães – Ponte de Lima im Jakobsweg Tagebuch vorgestellt.

„Der Jakobsweg ist voll.“

Kommt dir diese Aussage bekannt vor? Seit ich mich vor zwei Jahren das erste Mal mit den verschiedenen Jakobswegen beschäftigt habe, lese ich diesen Satz sehr häufig. 

Deutsche Pilger, die auf Hapes Spuren wandern, amerikanische Pilger, die diesen (unfassbar schlechten) Jakobsweg-Film „The Way“ gesehen haben, Menschenmassen, Bettenknappheit…

Ich machte letztes Jahr auf dem Camino Francés eine komplett gegenteilige Erfahrung.

Ich hatte, trotz Hauptsaison, auf dem französischen Jakobsweg nie Probleme ein Bett zu finden. Und das, obwohl ich oft erst gegen Mittag startete und pünktlich zur Schließzeit in der nächsten Herberge ankam. Ich achtete lediglich darauf, die Haupt-Etappenziele nach Möglichkeit zu vermeiden. Stattdessen kam ich eher in kleineren Dörfern unter oder machte Halt an unbekannteren Stationen.